Abraham Loeb STEIN - [ formerly ie before 1815 used the name SULZDORFER ] - born 16 Dec 1756 in Sulzdorf an der Lederhecke, Bavaria, Germany died 28 Jul 1846 in Adelsdorf, Germany
| 16 Dec 1756 | born Sulzdorf an der Lederhecke |
geborenin Sulzdorf an der Lederhecke |
Teacher in Sulzdorf |
Lehrer in Sulzdorf |
|
| 1797 | Saine Hirsch dies Sulzdorf | Saine Hirsch stirbt in Sulzdorf |
| Ca 1797 | marries Gella Sussmann |
heiratet Gella Sussmann |
| Teacher in Burgpreppach | Lehrer in Burgpreppach | |
| 1815 | called to be the Rabbi in Adelsdorf (Oberfranken) berufen. till 1846 |
Abraham Loeb Stein als Rabbiner nach Adelsdorf (Oberfranken) berufen. |
30 jAN 1846 28 Jul 1846 |
Co-signatory to a 30 Jan 1846 Petition an die koeniglische Bayerische Staendeversamlung dies Adelsdorf |
stirbt in Adelsdorf |


BSupervisor of burials at the Zeckern cemetery
Begräbnisaufseher auf dem Friedhof Zeckern



1822 Judenmatrikel Extract Staatsarchiv Bamberg K3H Nr 565
Talmud teacher in Burgpreppach & Adelsdorf, later Rabbi in Adelsdorf,
Oberfranken near Bamberg. We have his portrait!!!
http://www.juden-in-baden.de/adelsdorf_synagoge.htm :
Nach Joseph Simon Wieners (1801-1815) Tod folgte Abraham Loeb Stein aus Sulzdorf an der Lederhecke. Zu seinem Bezirk gehörten 1815 die Gemeinden Adelsdorf, Lonnerstadt, Frensdorf, Buttenheim, Hirschaid, Gunzendorf, Sassanfahrt und Hallerndorf (im damaligen Obermain-Kreis) sowie Büchenbach, Weisendorf und Kairlindach (im damaligen Rezat-Kreis). Mit seinem Tod 1845 (beziehungsweise bereits seit dem Anschluss von Adelsdorf an das Rabbinat Burgebrach 1829) wurde das Rabbinat Adelsdorf aufgelöst beziehungsweise nur noch provisorisch besetzt.
Amtsrechnungen Burgpreppach 1808-1818. Original in Freiherrlich Fuchs'schen Archiv, Burgpreppach
day of birth from
1837
Reinhold Albert
Schloßstr. 42
Sternberg im Grabfeld
97528 Sulzdorf a. d. L.
Telefon: 09763/1757
Wolfgang Kraus/Berndt Hamm/Meier Schwarz (HG.): Mehr als Steine...-Synagogen-Gedenkband, Bd. I: Oberfranken, Oberpfalz, Niederbayern, Oberbayern, Schwaben, Lindenberg 2007 (Kunst-Verlag Josef Fink, 88161 Lindenberg). Im Personen-Register dieses Buches sind mehrere "Stein" angegeben (S. 559!), darunter ein Abraham Stein, der 1832 als Vorsänger und Lehrer in Aschbach angestellt worden ist (S. 59). Zu Dr. Leopold Stein (1810-1882) wird erwähnt, dass er von 1835-1844 Distriktsrabbiner in Burgkunstadt gewesen ist (S. 95) und dann 1844 nach Frankfurt/Main gegangen ist und dort 1845 Vorsitzender der Zweiten Rabbinerversammlung geworden ist (S. 108; auf dieser Seite auch ein Bild von Dr. Leopold Stein!). Dessen Wirken wird eingehend gewürdigt in (S. 111/Anm. 24!) "Allgemeine Zeitung des Judentums" 74 (1910), Nr. 46 vom 18. November, S. 3.#
We have a theory - unproven - that Abraham Loeb our forefather who was at first known by the family name SULZDORFER, may have taken on the family STEIN because of some relationship with the Nobility family von/vom STEIN zum ALTENSTEIN.
Folge 91 der Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Sulzdorf a.d.L. Vor 250 Jahren in Sulzdorf an der Lederhecke geboren Abraham Löb Stein - Sulzdorfer erwarb sich große Verdienste Vor einigen Monaten wandte sich Rainer Domke aus Küps bei Kronach an den Verfasser und erbat Auskunft über einen in Sulzdorf vor rund 250 Jahren gebo- renen Mitbürger namens Abraham LöbStein-Sulzdorfer. Wenig später mailte mir in gleicher Sache David Lewin aus London. Ahnen seiner Ehefrau Sylvia ist die Familie Stein-Sulzdorfer. Er besitzt sogar noch ein Gemälde des uralten Abraham Löb Stein.
Abraham Loeb Stein wurde vor fast genau 250 Jahren, nämlich 1756, in Sulzdorf an der Lederhecke als Sohn des Lehrers Löb Sulzdorfer geboren. Abraham Löb-Sulzdorfer, so ergaben allerneueste Recherchen der o.g. Domke und Lewin im Fuchs’schen Archiv zu Burgpreppach, ist dort 1809 in einer Beiläufig wurde Abraham in Rechnungsbelegen am 18.10.1814 erwähnt als er "3 Häufchen Rangersen“, also Futterrüben, für das "Hornvieh“ von besagtem Haus für 12 Kreuzer ersteigert.(1) Abraham war zunächst Lehrer an der jüdischen Präparandenschule in Burgpreppach, 1816 Aufseher des Begräbnisvereins und Rabbiner(2) - nun mit Familiennamen „Stein“ - in Adelsdorf mit 150 Gulden Gehalt. 1822 wurde er von der Bayreuther Kreisregierung zur Prüfung aufgefordert, weigerte sich jedoch und erhielt am 5. Februar 1825 ein Befähigungsattest, das ihm die weitere Amtsausübung erlaubte. Abraham war aber offiziell nurmehr Totengräber mit 75 fl. Gehalt. In einer im Staatsarchiv Bamberg verwahrten Judenmatrikel, geschrieben um 1822 (K3H Nr. 565), ist unter der fortlaufenden Nummer 44 verzeichnet: Bisheriger Name: Abraham Loeb Angenommener Name: Stein (Meister, Lehrer) abgeleitet. Körperliche Beschaffenheit: schwächlich Leumund: gut Familienstand: verehelicht Kinder: 1. Anna, 33 Jahre, verehelicht 2. Jakob, 30 Jahre, Vorsänger zu Dormitz 3. Adelheid, 27 Jahre, verehelicht 4. Isaak, 24 Jahre, Lehrer zu Steinach, Vorsänger zu Oberzenn 5. Nanna, 20 Jahre, häusliche Beschäftigung 6. Karolina, 18 Jahre, häusliche Beschäftigung 7. Loeb, 12 Jahre, Schulbesuch, hat Privatunterricht in Latein beim Pfarrer. Mutmaßliches Vermögen des Abraham Loeb Stein 500 fl. Rabbiner zu Mühlhausen mit 150 Gulden Gehalt Will den Unterthanseid leisten. Erwerbsart: Ernährt sich als Rabbiner.“ Mit Entschließung vom 14. November 1825 wurde Abraham Löb Stein provisorisch Distriktsrabbiner für die Gemeinden Lonnerstadt, Adelsdorf, Mühlhausen, Vestenbergsgreuth, Hallerndorf und Forchheim. Am 10. März 1828 wurde ein Vertrag über die Aufnahme als Substitut abgeschlossen. Stein schrieb: "So schmerzlich es mir fällt, auf die Stelle eines Rabbiners verzichten zu müssen, nachdem ich doch alle gesetzlichen Vorbedingungen zu einer Rabbinerstelle erfüllt habe, so will ich dennoch die Dienste eines Rabbinatssubstituten übernehmen und mich einstweilen mit dem Gehalte von 200 fl und den Bezug der Accidentien(3) begnügen.“ Am 9. März 1829 wurde er dann definitiv als ein dem Distriktsrabbiner in Burgpreppach unterstellter und mit 200 fl besoldeter "Rabbinats-Substitut“ anerkannt. Er wird von seiner Tochter Bettina als großer Gelehrter und Lehrer des Talmuds(4) beschrieben. Abraham war in zweiter Ehe (seine erste Frau Saine Hirsch stammte gleichfalls aus unserer Gemeinde) 1788 mit Gelche/Gella, geb. Sußmann (1768-1843), aus Roth/Mittelfranken verheiratet. Gelche wird als milde und kluge Frau beschrieben. Aus der Ehe ging u.a. der bekannte Reformrabbiner Dr. Leopold (Loeb) Stein in Alten- und Burgkunstadt (1835/44), dann in Frankfurt am Main (- 1862) hervor. Dieser wurde am 5.11.1810 in Burgpreppach geboren. Leopold hing an seinen Eltern mit warmer Liebe und tiefer Verehrung, ist überliefert. Schon in früher Jugend wurde er für das rabbinische Studium von seinen Eltern bestimmt, so dass der 13jährige Knabe bei seiner Barmizwa ("Konfirmation“) schon eine selbst verfasste talmudische Abhandlung vorzutragen im Stande war.
Vierzehn Jahre alt kam er an die rabbinische Hochschule in Erlangen, später studierte er an der Universität Würzburg. Leopold Stein war wie sein Mentor, der berühmte fränkische Dichter Friedrich Rückert (* 1788 in Schweinfurt, + 1866 in Neuses bei Coburg), auch ein politischer Dichter und hat eine Vielzahl literarischer Werke veröffentlicht. Zum Andenken an seinen in Sulzdorf geborenen Vater Abraham Loeb Stein, der am 28. Juni 1846 in Adelsdorf(5) verstarb, schrieb Dr. Leopold Stein unter der Überschrift “Segen eines alten Rabbi an seinen Sohn“ folgende Zeilen: Nachfolgend drei Verse aus diesem über 30 Verse umfassenden Gedicht:
In dem Buch "Morgenländische Bilder im Abendländischen Rahmen“, einer Sammlung von Parabeln und Erzählungen, die nach Leopold Steins Tod am 2. Dezember 1882 herausgegeben wurde, befindet sich auch das nachfolgende Gedicht:
Aus dem Vorstehenden wird deutlich, dass die jüdische Gemeinde Sulzdorf einstmals ein wichtiger Bestandteil in der Gemeinde Sulzdorf war. 1656 enthalten die Gemeinderechnungen Sulzdorfs erstmals Wachgelder eines Abraham und eines Schmul. 1695 lebten in Sulzdorf drei Judenfamilien. Nach 1700 vermehrte sich die Zahl der jüdischen Einwohner in der Lederheckengemeinde sehr schnell. Sie handelten meist mit Vieh, waren Metzger oder Geldwechsler, einer verkaufte Glaswaren und Porzellan. 1741 gab es in der Grabfeldgemeinde 17 jüdische Haushalte. Der größte Anteil jüdischer Mitbürger war im Jahre 1831 zu verzeichnen. 151 von 441 Sulzdorfern waren jüdische Mitbürger. Deren Anzahl sank ab 1848. Mehr und mehr verzogen in die Ballungszentren oder wanderten aus. 1900 wohnten nur noch 32 Juden in der Gemeinde Sulzdorf, 1910 zwölf. 1920, lange vor der NS-Terrorherrschaft im 3. Reich verließ die letzte jüdische Familie das Dorf. Einziger Zeuge einer einst blühenden jüdischen Gemeinde in Sulzdorf ist der Judenfriedhof. Er wurde 1833 angelegt. Der jüngste Grabstein datiert aus dem Jahre 1905.
Reinhold Albert Quellen und Literatur: (1) Mitteilung von Rainer Domke am 2.11.2007 [back to the text]
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